Wettbewerbsbeiträge

Hier findet Ihr die Beiträge, die für unseren Wettbewerb eingereicht wurden. Über die Gewinner*innen wird unsere Jury bis spätestens zum 4. Advent entscheiden.

Viel Spaß beim Lesen aller eingereichten Artikel und Projektvorstellungen und einen herzlichen Dank an alle Teilnehmenden.

Artikel

Gutes Essen für alle?

Von Christine Pohl

Zugang zu gutem Essen ermöglichen, Food Deserts bekämpfen, gute Gemeinschaftsverpflegung stärken – oder warum soziale Gerechtigkeit im Ernährungssystem auch in reichen Ländern nicht selbstverständlich ist

Warum machen Geschmacksverstärker Appetit auf mehr? Man glaubt es kaum, aber die Fressgewohnheiten der Mormonengrille könnten eine Antwort liefern und werfen ein grelles Licht auf die des Homo sapiens.

Sugar Daddy

Von Evelyn Bernadette Mayr

Das Engagement des amerikanischen Filmemachers Jason Glaser für die Rechte der Zuckerrohrplantagenarbeiter - basierend auf Interviewarbeit vor Ort

"Fruchtbringende" Land-Stadt-Beziehungen

Von Gundula Christiane Oertel

Nur ein Bruchteil dessen, was Städter heute essen und trinken, stammt vom nahen Land. Das war einst anders. Und könnte wieder anders werden. Genug stadtnahe Flächen gäbe es.

Frühlingsabend 2018: 50 Kinder und Väter, ein Väterprojekt, Mehrgenerationenhaus Frankfurt, kochen zusammen. papa[plus] weist in die Zubereitung und auch ins Thema „Klimaverträglichkeit“ ein.

Die weihnachtliche Versuchung hat einen Beigeschmack: in fast jeder Tafel Schokolade stecken Armut, Kinderarbeit und der Verlust von Regenwaldflächen.

Plastik und kein Ende

Von Marianne Reiß

Österreichische Forscher weisen Mikroplastik in menschlichen Stuhlproben nach. Die Frage, ob sich das auf unseren Stoffwechsel auswirken kann, ist keineswegs so neu, wie sie zur Zeit kolportiert wird.

Ernährungsdemokratie für Berlin!

Von Gundula Oertel, Christine Pohl und Henrike Rieken

Die Forderungen des Berliner Ernährungsrates an den Berliner Senat zur Umsetzung einer Berliner Ernährungsstrategie.

Alle Produkte der Marke Ja!Natürlich sind in Österreich nun palmölfrei. Der Konsument applaudiert. Mit einem Palmöl-Bashing wird das Problem aber nicht behoben, sondern nur verschoben.

Dieser Artikel verrät wie man sich vor Plastik im Essen schützen kann. Er soll wachrütteln und ein Umdenken anstoßen, sodass man danach nie wieder gedankenlos eine Plastikflasche in die Hand nimmt.

Was macht die Stadt satt?

Von Gundula Oertel

Was »regional« bedeuten soll, »wie viel Region« die Stadtversorgung braucht und warum mehr Agrobiodiversität nottut

Die Herstellung von Lebensmitteln verursacht große Umweltbelastungen. Resultierenden Umweltkosten sind jedoch nicht im Lebensmittelpreis enthalten. Wie teuer müsste unser Essen also tatsächlich sein?

Das Phosphor-Dilemma

Von Ulrike Schwerdtner

Phosphor ist ein lebensnotwendiges Element, das nicht ersetzt werden kann. Phosphathaltige Dünger bringen allerdings Probleme für Mensch und Umwelt mit sich. Doch Lösungen sind in Sicht.

Hommage an einen Paradiesgarten aus Kartoffeln-, Zwiebeln-, Rettich- und Weißkohlreihen, den kleinen, weißen Eierauberginen und die großen Dunkelblauen … Fleisch- und Rispentomaten.

Landwirtschaft wird seit der Neolithischen Revolution, d.h. seit ungefähr 12.000 Jahren betrieben. In diesem Zeitraum wurden ca. 40 Prozent der terrestrischen Erdoberfläche in Weide- und Ackerflächen umgestaltet. Das Ergebnis sind kultivierte, künstliche Landschaften, die aus ökologischer Sicht degradierte Landschaften sind. Das ist für das globale Ökosystem ein großes Problem geworden. Aber eine Alternative ist in Sicht.

Wenn es zu einem Ernährungswandel kommen soll, sind die Kinder der Schlüssel. Sie lassen sich noch vom Leid der Tiere bewegen. Erwachsene dagegen lassen sich in ihren Konsumgewohnheiten nur schwer stören. Aber manchmal gelingt es doch - beim gemeinsamen Essen.

Landschaft von einem Berg aus fotografiert, durch das Tal windet sich ein Fluss. Ort: Nora, Spanien

Die aktuelle Literatur ist in diesen Punkten sehr aussagekräftig. Mehrere Untersuchungen bestätigen protektive Effekte einer überwiegend pflanzlichen Ernährung in Bezug auf chronische Erkrankungen. Darüber hinaus ist die Ernährungsweise ein großer, wenn nicht sogar der größte, Ansatzpunkt im Hinblick auf die Welternährungsproblematik mit schätzungsweise 10 Mrd. Menschen bis 2050 [1].

Ein profitorientierter Insektenstand in Bangkok nach Sonnenuntergang, Hell erleuchtete Straßen,, McDonalds ist nicht weit entfernt

Insekten sollen als 'Nahrung der Zukunft' Umweltzerstörung und Welthunger lindern. Dies droht jedoch als reine Symptombekämpfung zu scheitern. Das spricht aber nicht dagegen, Insekten zu essen. Eine Analyse und Kritik des Insektenlösungsnarrativs mit Video über die Zubereitung von Bienen.

Projektvorstellungen

Kasseler Bunkerpilz

Von Johanna Quendt, Katrin Becker, Gina Schwarzmaier

Die Kasseler Bunkerpilz-Initiative steht für nachhaltige, lokale und urbane Lebensmittelproduktion. Direkt vor Ort, in ungenutzten Räumen unter der Stadt, werden Speisepilze erzeugt, und zwar gemäß des Cradle-to-Cradle-Prinzips auf Substraten, die normalerweise als Abfall entsorgt werden (z.B. Kaffeesatz). Durch diesen Ansatz wird zum einen die Ernährungssouveränität der Menschen in der Stadt erhöht, zum anderen werden die Umweltauswirkungen der Lebensmittelproduktion durch Verwertung von bereits vorhandenen Ressourcen und kurze Transportwege minimiert.

Agrarwende jetzt!

Von Slow Food Youth Deutschland

Im Jahr 2020 wird die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) erneuert. Grund genug, schon jetzt auf das Thema aufmerksam zu machen. Subventioniert durch etwa 50 Milliarden Euro, ist es genau diese GAP, die Jahr für Jahr entscheidet, welche Landwirtschaft sich lohnt. Unterstützt wird aktuell vor allem, wer viel Land besitzt, nicht wer das verfügbare Land sauber und nachhaltig bewirtschaftet. Das muss sich ändern! Deshalb haben wir junge Landwirt*innen gefragt, was sie sich von der GAP wünschen.

Mit der Aktion Pflanzen-Power erarbeiten wir mit Kindern die Vorzüge einer pflanzlichen Lebensweise und führen sie in interaktiven Koch-Workshops an Genuss und Vielfalt vegetarisch-veganer Küche heran; parallel werden Catering-Unternehmen darin geschult, pflanzliche Optionen auch im großen Maßstab besser umzusetzen. Damit möchten wir die Verfügbarkeit und Qualität pflanzlicher Menü-Optionen in Schulen und Kindergärten verbessern.

Essen-Erde-Ernte

Von Gartengemeinschaft MenschenskinderGarten

„Essen-Erde-Ernte“ erprobt einen lokalen, geschlossenen Kreislauf für die Verwendung und Aufwertung von Lebensmittelresten zur Vermeidung von Abfall. Mit einfachen Methoden zeigen wir, wie aus „Bioabfall“ einer KITA ein Terra Preta-ähnliches Substrat hergestellt wird, das den Boden unseres Stadtgartens speicherfähiger und fruchtbarer macht. Wir tragen damit zur Diskussion über nachhaltigen Konsum bei und sensibilisieren für klimagerechtes Gärtnern (Klimafarming).

Rettet die privaten Gärten

Von Eleonore Heil

Neben den tollen Ideen für Urbanes Gärtnern, müssen wir erschreckend feststellen, dass zurzeit ein heftiges Nutzgartensterben in ländlichen Regionen voranschreitet. Die Biodiversität wird nachhaltig verringert. Die Nutzgärten müssen weichen und geben ihren Platz für Kieselsteine frei.

Längst wissen wir, dass Wissen nicht ausreicht. Für eine aktive Umsetzung brauchen wir ein ausgeklügeltes Training. Dazu haben wir Realexperimente entwickelt.

Das Slow Mobil Münster wird eine fahrende Kinderlehrküche mit viel Platz zum Lernen, Kochen und Genießen. Getreu der Slow Food Prinzipien - gut, sauber und fair - bietet es Ernährungsbildung und praktische Kocheinheiten für Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren ergänzend zum Schulunterricht im Münsterland an. Durch Kochspaß bei der Zubereitung von frischen und saisonalen Lebensmitteln werden Kinder zu verantwortungsvollen Konsumenten von morgen ausgebildet, die mit ihren späteren Kaufentscheidungen eine umwelt- und klimafreundliche Zukunft unterstützen können.

Der Ernährungsrat Berlin

Von Christine Pohl und Gundula Oertel

Christine Pohl und Gundula Oertel: "Die beiden Gründerinnen über die Gründung, Herausforderungen und Erfolge"

RESTLOS GLÜCKLICH e.V.

Von RESTLOS GLÜCKLICH e.V.

Der Verein RESTLOS GLÜCKLICH e.V. setzt sich dafür ein, Lebensmittel wieder mehr wertzuschätzen. Mit unseren Projekten möchten wir Menschen dazu bewegen, bewusster zu konsumieren, weniger zu verschwenden und mehr zu verwerten. Dazu bieten wir Kochkurse und Bildungsworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an, und fördern so einen nachhaltigeren Konsum unserer Lebensmittel.

Die Phosphatverfügbarkeit im Boden wirkt für Nutzpflanzen häufig limitierend. Phosphor (P) ist zudem eine endliche Ressource. Eine Landwirtschaft, die eine Reduktion des Düngereinsatzes ermöglicht, ist daher unabdingbar. Mischkulturen sind eine Möglichkeit, dies zu erreichen. Im Projekt werden potentielle Mechanismen der P-Akquise von Nutzpflanzen in Mischkulturen untersucht, um so zur Erforschung der wissenschaftlichen Grundlagen beizutragen, die eine nachhaltige Landwirtschaft ermöglichen.

Logo in grüner Farbe, besteht aus dem Schriftzug sowie den Konturen eines Baumes mit vielen Blättern.

Mit der Webseite www.vwissen.org verfolge ich zwei große Intentionen: Zum Einen möchte ich gerne einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen alltägliche Dinge wie Frühstück, Mittag- und Abendessen bewusster konsumieren und Entscheidungen in diesem Bereich im Hinblick auf positive wie auch auf negative Folgen treffen können. Zum anderen macht mir dieses kleine Stück Selbstverwirklichung auch einfach Spaß. Ich möchte weder jemanden belehren oder verletzten, sondern lediglich die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse in einfacher Sprache darstellen und jeden selbst entscheiden lassen, wie er/sie die Beiträge in das tägliche Leben einfließen lässt oder auch nicht.

Viele unterschiedlich große Schüsseln gefüllt mit klein geschnittenem Obst, Gemüse und Nüssen

In Deutschland leiden derzeit mehr als 10 Millionen Menschen an Krankheiten, welche durch ihren Lebensstil bedingt sind. Das präventive Potential ernährungsmedizinischer Maßnahmen wird jedoch nur zu einem geringen Teil genutzt. Die Idee dieses Projektes ist es, Kinder, mittels musikalischer Titel, für gesunde und nachhaltige Ernährung zu begeistern und ihnen Ernährungswissen zu vermitteln. Durch eine frühe Bildung sollen Kinder für gesunde Ernährung sensibilisiert werden und Wissen in Bezug auf Herkunft und Nachhaltigkeit von Lebensmitteln erwerben.