Realexperimente für eine nachhaltige Ernährung

Längst wissen wir, dass Wissen nicht ausreicht. Für eine aktive Umsetzung brauchen wir ein ausgeklügeltes Training. Dazu haben wir Realexperimente entwickelt.

Ausschnitt aus einem Video von Studierenden der Universität Gießen zum Thema Fleisch

Veröffentlicht von

Eleonore Heil

Zur Einstimmung ein Zitat aus einer Publikation:

"Nachhaltige Entwicklung auf allen gesellschaftlichen Ebenen ist eine wesentliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Besonders relevant ist eine nachhaltige Ernährung, da die damit verbundenen wirtschaftlichen, umweltbezogenen, sozialen und kulturellen Zusammenhänge vielfältigen Einfluss z.B. auf Lebensmittelproduktion, Arbeitsbedingungen und Ressourcenverbrauch, haben. Aufgrund der Komplexität solcher Prozesse fehlen konkrete Handlungsanweisungen für den individuellen Ernährungsalltag. Gemeinsam mit Studierenden entwickelt die Arbeitsgruppe Ernährungsökologie Reallabore für diverse Settings. In qualitativen Experimenten testen Studierende die Alltags Adäquanz von Handlungsanweisungen. Im partizipativen Austausch mit den Akteuren werden Kriterien für die Realexperimentphase definiert. Gemeinsam mit Pädagogen haben wir ein Lehrprojekt für die Sekundarstufe I und II entwickelt. In den Experimentierphasen konnten individuelle Wertevorstellungen und routinierte Handlungsmuster aufgebrochen werden und müssen neu organisiert werden. Es werden verschiedene Kompetenzen trainiert. Die Teilnehmenden reflektieren ihre Ernährungsweise. Dazu benötigen sie professionelle Begleitung. Es muss erlernt werden mit Widersprüchen und Unsicherheiten umzugehen und fundierte Urteile unter Abwägung unterschiedlicher Aspekte zu treffen.“

Auf jeden Fall ist es möglich, mit Reallaboren Handlungsmuster aufzubrechen, Verhalten zu reflektieren und bewusster mit der Ernährung um zu gehen. Wir arbeiten derzeit an der Verstetigung für eine dauerhafte Veränderung.

Im Rahmen des Lehrprojekts haben Studierende Videos gedreht für die sieben Grundsätze einer nachhaltigen Ernährung nach Koerber. Ein Beispiel kann über diesen Link heruntergeladen werden: https://fex.hrz.uni-giessen.de/fop/4Mclx4Yu/Fleisch.mov

 

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