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Projektvorstellung

NATURLAND LÖH

Bildungspartnerstätte mit Schwerpunkt Natur und Umwelt

Bei diesem Projekt geht es um die Vermittlung einer ganzheitlichen Sichtweise auf das natürliche Gleichgewicht in biologischen Systemen und die Hinführung an Handlungsweisen, die dieses Gleichgewicht im Sinne praktischer Umweltheilung wiederherstellen.
Im Zentrum steht die Erziehung zur Nachhaltigkeit in Sinne von regionaler Erzeugung von biologischen Lebensmitteln.
Unser Fokus richtet sich auf die aktive, integrative Mitwirkung an einer Ernährungswende.

Projekt
Ernährungsbildung
Übergreifend
child nature environment girl spring childhood

CC0 von RitaE auf pixabay.com, Auswahl der Redaktion Ernährungswandel

Wer, was und wann

Name: Projekt Naturland Löh

Bildungspartnerstätte mit Schwerpunkt Natur und Umwelt
Interaktiver biologischer Gemüseanbau und Bildungsangebote

Projektlaufzeit: Das Projekt befindet sich in der Planungsphase und soll im Zeitraum 2021-2023 realisiert werden

Urheber: Fiona Rüggeberg & Guido Arens

Hintergrund und Ziele

Unser mitten im Naturpark Bergisches Land gelegenes sieben Hektar großes Gelände, welches Waldgebiete, Quellsprünge und Steinbrüche sowie klassisches Weideland umfasst bietet für dieses Vorhaben optimale Voraussetzungen.
Im Hinblick auf unsere für das Projekt geplante Gartenanlage werden wir uns nach den Prinzipien der Permakultur richten. Mit dieser äußerst ertragreichen, bodenverbessernden und daher zukunftsweisende Anbaumethode haben wir dieses Jahr bereits im kleinen Rahmen auf Versuchsflächen an diesem Standort sehr gute Erfolge erzielt.

Mit abwechslungsreichen Angeboten an Workshops für Kinder und Erwachsene möchten wir das Interesse auf unsere Themen von vielen unterschiedlichen Seiten wecken.
Wir setzen hierbei insbesondere auf langfristige Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen wie zum Beispiel Kindergärten und Schulen, sowie soziale und therapeutische Institutionen. Aber auch Vereine wie zum Beispiel die Pfadfinder oder andere Natur- und Gartenfreunde möchten wir mit unserem Konzept ansprechen. Möglicherweise könnte es als Tagesausflüge auch überregionale Kooperationen mit Einzugsgebiet Ruhrgebiet geben.

Insbesondere streben wir regelmäßige örtliche Kindergartenkooperativen in Form eines eigenen Gartenanteils an, den die Kinder das ganze Jahr über bewirtschaften können.
Auf diese Weise wird der Erfolg ihres Tuns im Jahreslauf erfahrbar gemacht und diese haptische Erfahrung mit allen Sinnen kann die jungen Menschen für ihr Leben prägen.
Eine aktive Mitwirkung interessierter Erwachsener in Verbindung mit einem Gemüseabonnement ist ebenfalls angedacht.

Beispiele für Themenbereiche in Workshops und Vorträgen:

  • Anlage, Aufbau und Bewirtschaftung von effektiven Hochbeeten
  • Schädlinge/Nützlinge: Gartenhelfer im Erdreich und an der Oberfläche, Artenvielfalt und Biodiversität
  • Verarbeitung von Erntegut, Lagerung und Haltbarmachung von Gemüse und Obst
  • Heilkräuterlehrgänge mit theoretischem und praktischem Anteil
  • Lebensraum Wald, Bäume und Baummikrohabitate, Waldbaden
  • Arbeit mit Bienen und Herstellung von Bienenprodukten, nachhaltige Imkerei
  • Wasser: Vom bewussten Umgang mit unserem wertvollsten Rohstoff.
  • Erklärung der Teichsysteme und der Nährstoffzusammenhänge.

Beispielangebote für Kinder:

  • Baumkunderalley
  • Lebensraum Wasser entdecken und erforschen
  • Bienenkunde mit je nach Saison, Kerzenziehen, Wildbienenhotel bauen
  • Lebensraum Steinbruch – auf den Spuren von Uhu und Mufflon
  • Waldreinigungswanderungen
  • Basteltage mit Blättern und Waldfrüchten
  • Erntefeste mit Kartoffelfeuer

II. Ernteland

Auf einer Fläche von zwei Hektar haben wir eine Gartenanlage konzipiert, in welcher im Sinne eines Erlebniseinkaufs die erholsame Erfahrung naturnaher Lebensmittelbeschaffung gemacht werden kann.
Wie ein Lehrpfad möchte dieser Waldgarten Interessierten einerseits einen Einblick in den Anbau von unterschiedlichen Gemüse- und Feldfruchtsorten geben. Vor allem aber soll es die Möglichkeit bieten, das dort Angebaute mit eigenen Händen frisch zu ernten.

Innerhalb des Gartengeländes leitet ein vorgegebener Pfad die Erntelustigen durch die Gartenanlage. Da die Hochbeete circa eine Höhe von 1,20 m haben werden sie nicht einfach übertreten. Es gibt je nach Saison ein immer wechselndes Angebot an Gemüsen aller Art, Salaten, Kräutern, Beeren sowie Obstbäume.
Ein Picknickplatz mit Waldabenteuerspielplatz für die Kinder lädt auf halbem Weg zur Pause ein. Geerntetes, das an Ort und Stelle konsumiert wird, muss nicht bezahlt werden.

Das terrassierte Gartensystem wird aus vierzig Hügelbeeten mit zwei bis drei Vegetationsebenen pro Beet bestehen. Auf diese Weise können unterschiedliche Arten symbiotisch kombiniert werden. Die Hänge zwischen den Ebenen werden durch Beerensträucher und bodenverbessernde Pflanzen stabilisiert.
Durch die Neuanlage dieser Terrassierung möchten die ebenen Flächen für die Beete schaffen und gleichzeitig der stetigen Erosion entgegenwirken.

Ein großer Speicherteich, der sich aus dem Regenwasser des Scheunendaches speist, wird für eine gesicherte Wasserversorgung der Anlage auch im Hinblick auf den Klimawandel sorgen.
Eine abfallende Teichkaskade, dessen Versorgungswege sich wie ein künstliches Bachbett durch die Anlage schlängeln ist zur permanenten Bodenbefeuchtung durch Sickereffekt geplant.
Das Teichsystem fungiert neben seinem asthetischen Aspekt also hauptsächlich als Wasser- und Wärmespeicher sowie als Sonnenreflektor, um die Lichtverhältnisse zu verbessern und Kleinklimazonen zu schaffen, in welchem auch Feldfrüchte angebaut werden können, die sonst im Bergischen nicht ohne weiteres wachsen würden.

Der Eingang in das Ernteland soll durch ein Tor am unteren Rand des Geländes möglich sein, was einen Zugang direkt am gut frequentierten Rad- und Wanderweg bedeutet. Das Ganze kann also als ausgedehnter Ausflug für die ganze Familie oder für Laufpublikum ganz nebenbei oder als Stopover am Ende einer Fahrradtour geschehen.
Ein Fahrradparkplatz ist in unmittelbarer Nähe des Eingangs geplant.

Dadurch, daß die Anlage durch ihren Standort direkt am Bergischen Panorama Radweg vom regen Publikumsverkehr profitieren wird versprechen wir uns ein zügiges Bekanntwerden und zahlreiches spontanes Interesse.

Waage und Kasse befinden sich am Ausgang.

Feste Öffnungszeiten für Publikumsverkehr, vorerst nur an Wochenenden.

Zu einem späteren Zeitpunkt bei einer Steigerung des Ertrages und der Nachfrage sind tägliche Öffnungszeiten durchaus denkbar.

III. Damwildgehege

In unserem Besitz befindet sich eines der ältesten Damwildgehege der Region, welches in den siebziger Jahren vom meinem Großvater Friedrich Bommert als Pilotprojekt hier in Marienheide aufgebaut wurde und seitdem zahlreiche Landwirte zur naturverträglichen Damwildhaltung inspiriert hat. Das Gehege grenzt unmittelbar an den Radwanderweg und umschliesst die Fläche des geplanten Waldgartens. Dies dürfte als zusätzliche Attraktion zahlreiche Besucher anlocken.

Eine Tafel mit Informationen zu den Tieren sowie ein Futterapparat ist bereits jetzt am Weg angebracht und sorgt vor allem bei spazierenden Familien mit Kindern immer wieder für großes Interesse und spannende Erlebnisse. Ob in der Brunftzeit oder wenn die kleinen Bambis in wilden Sprüngen über die Wiese tollen, es ist schon lange eine heimliche lokale Attraktion und soll nun aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden, indem die Gelegenheit die Tiere zu erleben für Besucher wieder zugänglicher gemacht wird. In Zusammenarbeit mit dem Verband landwirtschaftlicher Wildtierhalter e.V. sollen zukünftig neben dem bereits vorhandenen klassischen, gepunkteten Damtier sowohl weiße als auch schwarzes Damhirsche sowie Mufflons zu erleben sein.

IV. Hofladen

In der Scheune soll ein uriger kleiner Hofladen entstehen für diejenigen Abnehmer, die nicht selber ernten wollen.

Dort wird es ein erweitertes Angebot von allen Erzeugnissen unseres Hofes geben: Damhirschfleisch, frische Eier, Honig aber auch verarbeitete Produkte wie Marmeladen und Eingewecktes, Sirup, Teemischungen, Bienenwachskerzen, Zwiebelzöpfe, Wachsfrischhaltefolie. Das Angebot wird des Weiteren saisonale Jungpflanzen sowie selbst produzierte ökologische Düngemittel für den eigenen Garten beinhalten.

Als besonderes Ambiente für Vorträge und Produktverkostungen an Hoftagen wird sie ebenfalls einen passenden Rahmen bieten.

Praktische Umsetzung - Organisatorisches

 

Zeitlicher Rahmen

Die Summe der Vorhaben lässt sich natürlich nur mit einer längerfristigen Perspektive verwirklichen. Daher ist eine Prioritätenauswahl unerlässlich. Je nach zu Verfügung stehenden finanziellen Mitteln kann eine Realisation einzelner Projektabschnitte vorgezogen aber auch verzögert werden.
Wir streben eine Umsetzung nach folgendem Zeitplan an:

2020 Okt/Nov.

1. Terrassierung
2. Anlegen des Teichsystems
3. Aufbau der Beetgrundstruktur

2021

1. Aussaat der Beete für die kommende Saison
2. Bau des Spielplatzes
3. Einrichtung des Ein- und Ausgangsbereichs
4. Erntelanderöffnung
5. Kooperativen mit Kindergärten/Schulen startet im kleinen Rahmen

2022

Laufender Betrieb, Optimierung der Anlagen

Bau des Gewächshauses, Ausbau der Scheune

2023

Laufender Betrieb, Optimierung der Anlagen

Instandsetzung der Grube und Umbau zur Biokläranlage

Ein genauerer Zeitplan vor allem unter Einbeziehung von Finanzierungs- und Ertragsapekten befindet sich noch in der Entwicklungs- ins Akquisephase.

Für die Investitionskosten bzgl. der primär anstehenden Bauabschnitte liegen bereits Angebote vor. Nach Möglichkeit werden wir alle Arbeiten in Eigenleistung erbringen beziehungsweise mithilfe von spezifischen Workshops Interessierte ins Boot holen.

Über Uns:

Guido Arens, geb. 1974, gelernter Schlosser, Imker in Ausbildung und handwerklicher Allrounder

Fiona Rüggeberg, geb. 1978, Musiktherapeutin und Heilpraktikerin, selbstständige Musikerin und passionierte Hobbygärtnerin

Als landwirtschaftliche Quereinsteiger mit einem Fabel für körperliche Arbeit im Freien sind wir hochmotiviert dieses herrliche Stück Land, welches wir 2020 durch Erbschaft übernehmen durften zu neuem Leben zu erwecken. Wir möchten aktiv an der Gestaltung des kommunalen Lebens mitwirken, indem wir einen erholsamen und kommunikativen Treffpunkt für Familien und Bürger schaffen und somit die Verbindung zur Natur und Ihren wertvollen Erzeugnissen fördern.

Miteinander Lernen

Was waren die größten Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Projektes und wie seid Ihr damit umgegangen?

Das Projekt ist noch in der Planungsphase

Welche Unterstützung ist für das Gelingen des Projektes unerlässlich (gewesen)?

Die guten Tips meines Onkels Dr. Wilfried Bomert vom Institut für Welternährung

Was würdet Ihr / würdest Du anders machen, wenn Ihr / Du noch einmal von vorne anfangen würde(s)t?

Das werden wir noch sehen

Austausch und Unterstützung

Wir suchen unterstützung in Form von: Men-und Womenpower beim Aufbau der Gartenanlage, finanzielle Unterstützung für nötige Anschaffungen und Umbauarbeiten.

Kontakt

Name der Ansprechperson: Fiona Rüggeberg

Organisation: Naturland Löh

Adresse: Löh 17

E-mail: klarageist(at)web.de

Telefon: 017624083776