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Projektvorstellung

Landwirtschaft & Biodiversität - Bilder für die Zukunft

Fotografie spielt in unserer Mediengesellschaft eine zentrale Rolle bei der Informationsvermittlung. Die Umweltfotografie wird durch Klimakrise und Artensterben zunehmend an Bedeutung gewinnen, trotzdem bieten Fotoschulen bislang dazu keine Ausbildungsschwerpunkt. Ziel des Projekts ist die Ausbildung „mündiger“ Fotograf*innen, die mit informierten und innovativen Arbeiten zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für nachhaltige Landwirtschaft beitragen und so positive Veränderungen anstoßen.

Projekt
Bildung
Konsum
Diorama_Naturkundemuseum

Diorama Naturkundemuseum © Thilo Mokros

Wer, was und wann

Das einjährige künstlerisch-wissenschaftliche Bildungsprojekt „Landwirtschaft und Biodiversität“ wird von der Neuen Schule für Fotografie Berlin (Trägerverein: Internationale Akademie für Photographie e.V.) seit April 2020 durchgeführt und richtet sich an Studierende und Alumni. Es wird vom Projektmanagement der Neuen Schule für Fotografie und Dozent*innen organisiert. Zu den Projektpartnern gehören die Heinrich-Böll-Stiftung, GLS Bank, Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Institut für Welternährung, Hahnemühle und Ökodorf Brodowin.

Hintergrund und Ziele

Die Fotografie hat in unserer Mediengesellschaft eine zentrale Rolle und Verantwortung bei der Vermittlung von Informationen. Die Umweltfotografie wird angesichts von Klimakrise und Artensterben zunehmend an Bedeutung gewinnen. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden und neue Impulse für dieses Genre zu setzen, müssen Fotograf*innen inhaltlich und gestalterisch geschult werden. Als erste Fotoschule in Deutschland widmet die Neue Schule für Fotografie dem Genre der Umweltfotografie deshalb einen Schwerpunkt innerhalb ihrer Ausbildung.

Das einjährige Projekt „Biodiversität und Landwirtschaft“ gliedert sich in eine interne Veranstaltungsreihe mit einem Einführungsvortrag zum Thema von Christine Chemnitz, Referentin für Internationale Agrarpolitik der Heinrich-Böll-Stiftung; einem Screening des Dokumentarfilms „Unser Saatgut“ und anschließender Diskussion mit Dr. Wilfried Bommert, Institut für Welternährung; sowie einer Exkursion zum Ökodorf Brodowin mit einer Führung von Ludolf von Maltzan. Ein eintägiges öffentliches Symposium, das im Rahmen des European Month of Photography stattfindet, präsentiert verschiedene Perspektiven des noch jungen und fototheoretisch wenig erforschten Gebiets der Umweltfotografie. Die verschiedenen Formate stellen den Projektteilnehmer*innen die Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft und Biodiversität inhaltlich vor und geben Raum für Diskussionen. Auf Grundlage dieser vertieften Wissensvermittlung entwickeln die Projektteilnehmer*innen innovative fotografische Arbeiten zum Thema Landwirtschaft & Biodiversität. Dabei werden sie von Dozent*innen der Neuen Schule für Fotografie inhaltlich und technisch fortlaufend in Arbeitsgruppen und Einzelgesprächen beraten und intensiv betreut. Die entstandenen fotografischen Arbeiten werden im Rahmen der Alternativen Grünen Woche 2021 in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin ausgestellt und danach an verschiedenen Orten als Wanderausstellung zu sehen sein.

Durch die Veranstaltungsreihe, das Symposium und die Ausstellung erreichen wir bei unseren Studierenden und beim Publikum eine vertiefte ökologische Bildung, die mehr denn je ein zentraler Faktor für eine zukunftsfähige Gesellschaft ist. Umweltfotografie kommt bei der Vermittlung komplexer ökologischer Zusammenhänge wiederum eine zentrale Rolle zu – hier wollen wir unsere Studierenden anregen, neue Impulse für das Genre zu setzen und sie ermutigen, diese in ihrer Berufslaufbahn weiter zu entwickeln.

Das Projekt erhöht die Sensibilisierung für das Thema Landwirtschaft & Biodiversität und dessen fotografischer Vermittlung unter unseren Studierenden und der Öffentlichkeit. Es ermutigt dazu, das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen und selbst aktiv zu werden. Außerdem inspiriert es unsere und andere Fotoschulen, Umweltfotografie langfristig in den Unterricht zu integrieren und Fotograf*innen auszubilden, die profunde Beiträge zur Vermittlung ökologischer Themen für die Öffentlichkeit leisten.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und soll nach dem Auftakt im Rahmen der Alternativen Grünen Woche 2021 in der Heinrich-Böll-Stiftung an vielen weiteren Orten gezeigt werden. Interesse hat dazu bereits das Umweltbundesamt geäußert. Die Wanderausstellung stellt sicher, dass sich ein fotografisch und/oder ökologisch interessiertes Publikum an verschiedenen Orten mit dem Themenkomplex Landwirtschaft & Biodiversität auseinandersetzt.

Website: https://neue-schule-fotografie.berlin/home/landwirtschaft-und-biodiversitaet/

Ausblick:

Aufgrund der positiven Resonanz unserer Studierenden auf das Projekt „Landwirtschaft & Biodiversität“ bieten wir an der Neuen Schule für Fotografie ab dem Wintersemester 2020 in Kooperation mit Grün Berlin ein fortlaufendes Schwerpunkt-Modul Umweltfotografie an und verstetigen damit unser Engagement für die Ausbildung junger Umweltfotograf*innen.

Miteinander Lernen

Was waren die größten Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Projektes und wie seid Ihr damit umgegangen?

Die größte Herausforderung war bisher die Corona-Pandemie: Einige Fotograf'innen konnten nicht zu ihren Projektorten reisen und mussten alternative Ideen entwickeln. Durch die Pandemie ist außerdem noch unklar, ob die "Premiere" der Ausstellung tatsächlich in der Heinrich Böll Stiftung stattfinden kann oder ob sie rein digital umgesetzt werden muss. Hier stehen wir im engen Kontakt mit der HBS, um zügig auf entsprechende Entscheidungen reagieren zu können und alternative Strategien entwickeln zu können.

Welche Unterstützung ist für das Gelingen des Projektes unerlässlich (gewesen)?

Ohne die finanzielle Unterstützung unserer Projektpartner hätten wir das Projekt nicht durchführen können. Aber auch der informative Input unserer Projektpartner war sehr wichtig, um die Studierenden an die Komplexität des Themas heranzuführen.

Was würdet Ihr / würdest Du anders machen, wenn Ihr / Du noch einmal von vorne anfangen würde(s)t?

Bisher läuft es wirklich super!

Wie könnten Forschende Euer Vorhaben unterstützen? Welche Fragen sind bisher unbeantwortet geblieben?

Wissenschaftler*innen, die an einem Biodiversitäts-Forschungsprojekt arbeiten, könnten unsere Studierenden noch mit vertiefenden Informationen unterstützen. Auch Forschende aus dem Bereich Fototheorie könnten unser Projekt bereichern, da die Forschung in dem Bereich Umweltfotografie noch nicht sehr umfänglich ist.

Austausch und Unterstützung

Wir haben großes Interesse am Austausch mit anderen Projekten, Institutionen und Journalist*innen, die zum Thema nachhaltige Landwirtschaft und Bildung arbeiten.

Kontakt

Name der Ansprechperson: Ines Meier

Organisation: Neue Schule für Fotografie

Website: https://neue-schule-fotografie.berlin/

Adresse: Brunnenstr. 188-190

E-mail: ines.meier(at)neue-schule-fotografie.berlin

Telefon: 015734959851