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Projektvorstellung

MAIZ - Was Leben trägt

Ernährungssouveränität in Zeiten der Globalisierung

Projekt
Ernährungsbildung
Übergreifend
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© MAIZ Treemedia e.V.

Wer, was und wann

Das Projekt MAIZ exisitiert seit 2017. Es ist ein Non-Profit-Projekt der treemedia e.V., welche 2014 gegründet wurde.
Das Projekt MAIZ besteht aus einer Gruppe deutsch- und spanischsprachiger Künstler*innen und Referent*innen mit verschiedenen sozialen und kulturellen Hintergründen. Gemeinsames Interesse ist die Auseinandersetzung mit kontemporären Entwicklungen in den Länder Lateinamerikas.

Hintergrund und Ziele

Seit 2017 beschäftigen wir uns in unserer Projektarbeit mit den Themen Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und nachhaltige Entwicklung weltweit. Dabei verbinden wir künstlerische Ansätze, politische Interventionen und Methoden entwicklungspolitischer Bildungsarbeit.

Die Auseinandersetzung um unsere Ernährung und das weltweite Agrarsystem bergen die grundlegendsten und aktuellsten Fragen unserer Zeit. Ernährung und Nahrung gehen uns alle an. Längst sind unser derzeitiges Landwirtschafts- und das damit verbundene Ernährungsmodell globalisiert und ein riesiger Industriezweig hat sich gebildet: Lebensmittel sind zu Commodities - Waren - geworden, die auf dem Weltmarkt gehandelt werden. Die Veränderung von Landwirtschaft und Ernährung lässt sich beispielhaft am Getreide Mais skizzieren. Ursprünglich ist Mais eine Kulturpflanze und über alle Kontinente hinweg ein wichtiges Nahrungsmittel. Die Vielfalt an Sorten, Körnern und Farben ist enorm. Doch Mais verändert sich: Mittlerweile ist er eine der wichtigsten Nutzpflanzen weltweit. Allerdings schwindet diese Diversität. Die Gründe dafür reichen von der Machtkonzentration weniger Unternehmen im Saatgutbereich bishin zur Aufgabe traditioneller Anbaumethoden und Gewinnung von Saatgut.

Anhand des Länderkontexts Mexiko – dem Ursprungsland des Maises – werden in der bilingualen Performance MAIZ, spanisch-deutsch, verschiedene Perspektiven und Gründe um das Aussterben der Kulturpflanze aufgezeigt. Dabei wird sowohl auf die kulturelle und biologische Vielfalt des Getreides – einem der Grundnahrungsmittel in Lateinamerika – wie auch auf sozio-ökonomische Auswirkungen und globale Zusammenhänge eingegangen.
Weltweit formen sich Bewegungen, die sich einer sozial und ökologisch verträglichen Landwirtschaft verschrieben haben. Vielerorts werden nachhaltige Ansätze des Lebens und Wirtschaftens erprobt. Diese besser kennenzulernen und gemeinsam zu diskutieren, ist das Ziel unseres Projekts.

Miteinander Lernen

Was waren die größten Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Projektes und wie seid Ihr damit umgegangen?

Wir würden es weniger als Schwierigkeiten, sondern als Herausforderungen bezeichnen.
Bei der Umsetzung des Projektes war bzw. ist es eine Herausforderung in einem internationalen Team und über Ländergrenzen hinweg zu arbeiten und eine passende Arbeitsstruktur zur Zusammenarbeit zu finden, da jedes Projektmitglied unterschiedliche Zeiten und Rhythmen innehat.
In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, individuelle Zeitfenster zu schaffen und eine gute Kommunikation zu finden.

Was würdet Ihr / würdest Du anders machen, wenn Ihr / Du noch einmal von vorne anfangen würde(s)t?

Es bedarf mehr Zeit für die Programmpunkte, Projektideen und die Umsetzung. Die Kooperationen, die im Rahmen der verschiedenen Projekte entstehen bzw. entstanden sind, könnten mehr eingebunden und genutzt werden.
Kollektive Prozesse anzustoßen und umsetzen benötigt mehr Zeit

Wie könnten Forschende Euer Vorhaben unterstützen? Welche Fragen sind bisher unbeantwortet geblieben?

Wir fungieren an der Schnittstelle zwischen Kunst und politischer Bildungsarbeit und haben mit dem Thema Ernährungssouveränität ein großes Themenfeld aufgegriffen. Hier ist es wichtig, den Austausch zwischen Theorie und Praxis zu führen.
Forschende, die einerseits eher einen theoretischen Zugang zum Thema haben, können uns natürlich unterstützen als auch uns die Möglichkeit bieten, Wissen weiter zu geben. Forschende, die eher einen praktischen Bezug haben, könnten uns unterstützen, unsere Ideen mehr in die Praxis umzusetzen.

Austausch und Unterstützung

Unser Projekt ist sehr darauf ausgelegt, dass wir mit verschiedenen Organisationen und Akteuren in Dialog treten. Außerdem leisten wir viel Multiplikatorenarbeit. Wir sehen uns insgesamt als sehr wissbegieriges Team und möchten stets die Möglichkeit und den Austausch mit anderen Partnern nutzen, um Wissen zu vertiefen und Impulse zu bekommen, um so ein Wissenstransfer zu ermöglichen.

Kontakt

Name der Ansprechperson: Kyra Driesen

Organisation: Projekt MAIZ

Website: https://www.treemedia.org/maiz

Adresse: Schierker Straße 24 | 12051 Berlin

E-mail: kyra(at)treemedia.org