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Projektvorstellung

foodture - Ernährung mit Zukunft

Im Programm foodture tauschen Schüler*innen mit ihren Lehrer*innen die Rollen. Die jungen Menschen entwickeln im Rahmen eines zweitägigen Workshops eine Fortbildung für das Schulpersonal zum Zusammenhang von Ernährung und Klimawandel – und führen diese selbst durch.

Projekt
Bildung
Übergreifend
Logo foodture

© BildungsCent e.V.

Wer, was und wann

Das Programm foodture wird durchgeführt von der gemeinnützigen Organisation BildungsCent e.V. Mit einer Laufzeit von zwei Jahren hat es im April 2019 gestartet. foodture wird im Rahmen der Verbändeförderung durch das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

Hintergrund und Ziele

Ernährung der Zukunft gehört zu den drängendsten Nachhaltigkeitsthemen unserer Zeit. foodture nimmt das Thema in einem innovativen, handlungsorientierten Lernformat im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf: Schüler*innen tauschen mit ihren Lehrer*innen die Rollen. Sie setzen das Thema Ernährung der Zukunft auf den Lehrplan ihrer Schule. Lehrkräfte erhalten einen Einblick in ein komplexes und fachübergreifendes Nachhaltigkeitsthema aus dem Blickwinkel von Schüler*innen.

Mit foodture setzen wir einen starken Impuls in Schulen. Wir ermöglichen das gemeinsame Lernen und Entwickeln von Lösungen von Schüler*innen und Lehrer*innen zum Thema Ernährung mit Zukunft. Die Themen sind vielseitig und richten sich nach dem Interesse der Schüler*innen: Über Lebensgrundlage Boden und Biodiversität bis zu Lebensmittelverschwendung. Hierfür wurde ein Bildungsmaterial zum Thema „Unser Essen und Klima“ entwickelt, dass Schulen und Interessierten allgemein zum Download bzw. zum Bestellen zur Verfügung steht.
Mitwirkende erfahren sich hier als Gestalter*innen von Gesellschaft. Im Zentrum stehen Beteiligung, die Förderung von Gestaltungskompetenz und die Ermöglichung von Selbstwirksamkeit. foodture bringt die Transformation der Lern- und Lehrkultur voran und leistet einen Beitrag für die Erreichung der 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung.

Miteinander Lernen

Was waren die größten Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Projektes und wie seid Ihr damit umgegangen?

Die größte Herausforderung in der Umsetzung des Projektes hat für uns die Covid 19-Pandemie dargestellt. Die Schließung der Schulen in Deutschland hat es uns verwehrt, die bereits begleiteten Workshops und Fortbildungen der Schüler*innen und Lehrer*innen weiter zu unterstützen und dadurch eine langfristige Handlungsoption an den Schulen in Richtung Ernährung mit Zukunft zu etablieren. Auch im neuen Schuljahr sind viele Schulen sehr zögerlich und sehen nicht die Vorteile, die eine Projektarbeit Schüler*innen wie auch Lehrer*innen bieten kann. So befinden wir uns derzeit in einer Phase der Umorientierung, um Möglichkeiten zu finden, Bildung für nachhaltige Entwicklung mit dem Schwerpunkt auf Ernährung mit Zukunft dennoch an Schulen voranzubringen.

Welche Unterstützung ist für das Gelingen des Projektes unerlässlich (gewesen)?

Für das Gelingen von foodture ist die Zusammenarbeit mit Expert*innen unerlässlich. In Schulen arbeiten wir mit einer projektbegleitenden schulinternen Person zusammen, die Interesse hat über unsere Workshops und Impulse hinaus das Thema der Ernährung mit Zukunft an der eigenen Schule zu etablieren. Diese Person ist ebenso wie die Schulleitung sehr wichtig für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts. So können – nach erfolgreicher Durchführung der Fortbildungen für das Lehrpersonal durch die Schüler*innen – weitere nachhaltige Projekte an der Schule initiiert werden. Das Thema der nachhaltigen Ernährung rückt dadurch mehr ins Bewusstsein der Schulgemeinschaft, die im besten Fall gemeinsam ins Handeln kommt.

Was würdet Ihr / würdest Du anders machen, wenn Ihr / Du noch einmal von vorne anfangen würde(s)t?

Würden wir nochmal von vorne anfangen, würden wir bei der Projekteinführung in den Schulen noch stärker betonen, dass die Unterstützung von verschiedenen Personen (Schulleitung, Betreibende der Schulmensa, Lehrer*innen, Schüler*innen-Vertretung, Schulsozialarbeiter*innen etc.) wichtig ist. So ist das Projekt intern breit aufgestellt und anschlussfähig. So wäre ein Fortführen der Thematik über die Covid 19-bedingten Schulschließungen hinaus leichter möglich gewesen. Dennoch nehmen wir aus der Projektumsetzung mit, dass wir auch unter diesen Umständen bereits starke Impulse setzen konnten und zum Handeln angeregt haben und weiterhin anregen werden.

Wie könnten Forschende Euer Vorhaben unterstützen? Welche Fragen sind bisher unbeantwortet geblieben?

Wichtig ist es, die Wirksamkeit von Projektarbeit und handlungsorientiertem Lernen von Schüler*innen wissenschaftlich immer wieder zu begleiten und zu belegen und dies weitläufig zu kommunizieren – sodass sich allgemein mehr festigt, dass Projektarbeit nicht Verlust von Unterrichtszeit bedeutet, sondern eine große Bereicherung für alle darstellen kann.

Austausch und Unterstützung

Im Rahmen der Covid-19-Pandemie haben wir unseren Fokus darauf ausgeweitet, uns für eine nachhaltige Schulverpflegung einzusetzen. Hier freuen wir uns über Austausch dazu, wie Impulse in diese Richtung gesetzt werden können. Denkbar und spannend wäre auch eine Zusammenarbeit zu dem Ziel mit verschiedenen Fokussetzungen.

Kontakt

Name der Ansprechperson: Christina Schulze

Organisation: BildungsCent e.V.

Website: https://foodture.bildungscent.de/

Adresse: Oranienstraße 183, 10999 Berlin

E-mail: cschulze(at)bildungscent.de

Telefon: +49 30 610 8144 80

 

Diese Projektvorstellung steht unter folgender CC Lizenz: BY-NC-SA