Nachhaltigkeitsvergleich regional und global gehandelter Lebensmittel

Lokale bzw. regionale Lebensmittel werden oft mit ökologischen, sozialen und gesundheitliche Vorteilen in Verbindung gebracht. Können diese Vorteile auch durch wissenschaftliche Analysen bestätigt werden?

Erstellt am

17.09.2018

Untere Hälfte eines Globus

CC0 von pxhere.com

Von der Redaktion Ernährungswandel

Eine Studie von Schmidt et al. (2017) vergleicht die Nachhaltigkeit 14 lokal und global gehandelter Lebensmittel (darunter Käse, Schinken, Brot und Wein) in Bezug auf ökonomische, soziale, ökologische, gesundheitliche und ethische Aspekte. In der Gesamtbewertung schnitten dabei die lokalen Produkte am besten ab.

Lokale Lebensmittel wiesen vor allem ökonomische und soziale Vorteile auf, beispielsweise in Bezug auf die Resilienz der Ernährungssysteme, den Tierschutz oder die biologische Vielfalt. Die globalen Produkte wiederum wiesen in zwei Kategorien bessere Werte auf: Erschwinglichkeit durch geringere Preise und Klimaschutz durch geringere Treibhausgasemissionen.

Die Autor*innen schlussfolgern, dass die Distanz, die die Produkte zurücklegen, nicht der wichtigste Faktor ist, um die Nachhaltigkeit von Lebensmitteln zu verbessern, sondern, dass andere Aspekte, die mit lokalen Produkten verbunden sind (wie z.B. die Größe) eine kritischere Rolle spielen.

Referenz:

Schmitt, E., Galli, F., Menozzi, D., Maye, D., Touzard, J.M., Marescotti, A., Six, J. and Brunori, G., 2017. Comparing the sustainability of local and global food products in Europe. Journal of Cleaner Production. URL: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0959652617314671

Dieser Artikel steht unter folgender CC Lizenz: BY.

 

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