Weidemilchproduktion im Spannungsfeld von Tierwohl und Klimaschutz

Verbraucher, denen das Tierwohl am Herzen liegt, sehen sich gelegentlich mit dem Vorwurf konfrontiert, Weidemilch schade dem Klima. Doch wie wirkt sich eine artgerechte Weidetierhaltung eigentlich auf das Klima aus?

Erstellt am

23.07.2018

Schwarz-weiß gescheckte, weidende Kühe auf einer grünen Wiese vor

Weidende Kühe auf einer Wiese in Irland, CC0

Dieser Frage sind bereits 2015 Friederike Menzel, Lukas Kiefer und Enno Bahrs nachgegangen, indem sie die Treibhausgasbilanzen von insgesamt 113 Milchviehbetrieben (weide- sowie stallbasiert) untersuchten. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Product Carbon Footprints (PCF) im Durchschnitt nicht von der Haltungsart abhängig sind. Vielmehr sei es die Milchleistung, die einen Einfluss auf den PCF habe. Diese wiederum unterscheide sich in den untersuchten weidebasierten und stallbasierten Betrieben nicht signifikant voneinander. Damit schließen sich Tierwohl und Klimaverträglichkeit nicht per se gegenseitig aus. Ein positiver Effekt der weidebasierten Milchproduktion auf das Klima konnte allerdings in der Studie auch nicht festgestellt werden.

Der vollständige Artikel zur Studie ist auch über unsere Bibliothek zu finden.

 

 

Dieser Artikel ist zuerst hier erschienen

Lehn, F., Kiefer, L. und Bahrs E.. (2015). Weidemilchproduktion im Spannungsfeld von Tierwohl und Klimaschutz. In: Gieseke, D., Busch, G., Ikinger, C., Kühl, S. und Pirsich, W.. Tagungsband zur Tierwohl-Tagung 2015. Tierhaltung im Spannungsfeld von Tierwohl, Ökonomie und Gesellschaft. 74-76. https://www.uni-goettingen.de/de/tagungsband/524868.html

 

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