Wie wichtig sind Verpackung und Lagerung für den Klimaschutz?

Die Lagerung von Lebensmitteln sowie deren Verpackungen haben einen Einfluss auf die Treibhausgasbilanz der Produkte. Welche Unterschiede es zwischen tiefgefrorenen und frischen Lebensmitteln gibt und welche Klimabilanz die Konservendose hat, darüber berichtet ein Beitrag von FCRN foodsource.

Erstellt am

18.12.2018

In Plastikverpackungen verpacktes Fleisch

CC0 von photosforyou auf pixabay.com

Übersetzung eines Beitrags von FCRN foodsource

Lagerung - frische versus gefrorene Lebensmittel

Eine Studie von Ligthart et al. (2005) kommt zu dem Schluss, dass gefrorene Karotten aufgrund des Energieverbrauchs beim Gefrieren und bei der Kühllagerung höhere Klimaauswirkungen haben als frische Karotten.

Balkendiagramm zeigt, dass in Karton verpackte, tiefgekühlte Karotten die höchsten Emissionen aufweisen. Frische geschälte Karotten weisen die geringste Emissionen auf.

Darstellung nach Ligthart, Ansems and Jetten (2005), © fcrn foodsource

Auch gefrorener Brokkoli weist nachweislich höhere Treibhausgaswerte auf als frischer Brokkoli, aber der Unterschied zwischen den Treibhausgaswerten hängt von anderen Faktoren ab, wie Lebensmittelabfällen und Transport.

Kommt es im Falle der tiefgefrorenen Lebensmittel zu weniger Lebensmittelabfällen, ist der Unterschied zwischen den Treibhausgasbilanzen von frischem und tiefgefrorenem Essen pro konsumiertem Lebensmittel weniger signifikant.

In Bezug auf die Saisonalität könnte die Treibhausgasemissionen beim Verzehr von Tiefkühlprodukten "außerhalb der Saison", die lokal produziert wurden, die Treibhausgasemissioenen beim Transport von Frischprodukten, die über weite Strecken transportiert wurden, ausgleichen (vgl. Milà et al. 2008).

Wie immer muss der gesamte Lebenszyklus des Produkts berücksichtigt werden.

Unterschiedliche Verpackungen

Konserven und Verpackungen erhöhen die Treibhausgasemissionen aufgrund von Materialgewinnung, Produktion und Energieverbrauch. Nach einer Studie von Poovarodom et al. (2012) erhöhen alle Arten von Verpackungen die Treibhausgasemissionen von Thunfisch.

Balkendiagramm: den geringsten CO2eq Ausstoß weist Thunfisch aus dem Becher auf.

Insgesamt können aufgrund der relativ geringen Differenzen die Arten der Verpackung als nicht stark ausschlaggebend für die Klimafreundlichkeit der Lebensmittel eingeschätzt werden. Darstellung nach Poovarodom, Ponnak and Manatphrom (2012), © FCRN foodsource

Diese zusätzlichen Emissionen müssen jedoch auch mit den Emissionen aus der Kühllagerung (Kühlung oder Tiefkühlung) von Thunfischfleisch und der möglichen Verschwendung von frischem Thunfisch verglichen werden.

Referenzen

Ligthart, T.N., Ansems, A.M.M. and Jetten, J. (2005) Eco-efficiency and nutritional aspects of different product/packaging systems; an integrated approach towards sustainability. TNO Report R2005/101.

Milà i Canals, L., Muñoz, I., Hospido, A., Plassman, K. and McLaren, S. (2008) Life cycle assessment of domestic vs. imported vegetables. CES Working Paper 01/08, Centre for Environmental Strategy, University of Surrey.

Poovarodom, N., Ponnak, C., and Manatphrom, N. (2012) Comparative Carbon Footprint of Packaging Systems for Tuna Products. Packaging Technology & Science 25: 249–257.

Dieser Artikel ist zuerst hier erschienen:

https://foodsource.org.uk/34-how-important-storage-and-packaging

 

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