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Waldgartenpilot Rehfelde - naturnah solidarisch wirtschaften

Das Pilotprojekt "Waldgartenpilot" zeigt, dass regenerative (bodenaufbauende) Landwirtschaft  in einem Waldgarten auch ökonomisch gelingen kann - getragen von einer Solawi (solidarischen Landwirtschaft).

© Bettina Semmer, Waldgartenprojekt.de

Wer, was und wann

Der „Waldgartenpilot“ ist ein Pilotprojekt: wir wollen zeigen, dass in einem Waldgarten regenerative (bodenaufbauende) Landwirtschaft ökonomisch gelingen kann. Gleichzeitig schaffen wir einen tollen lebendigen Ort. Wir bauen hier, unterstützt von einer Solawi, auf regenerative Weise für die nächsten 120 Jahre gesunde Lebensmittel an. Und das in Harmonie mit der Natur.

Das Waldgartenprojekt ist im Verein Sarsarale e.V. beheimatet. Als gemeinnütziger Verein unterstützen wir seit mehr als 10 Jahren Nachhaltigkeit und Projekte, die den Klimawandel adressieren und zu einer regionalen, gesunden Ernährung beitragen. Die von uns favorisierte Form des Nahrungsmittelanbaus ist der Waldgarten (FoodForest).

Hintergrund und Ziele

Solawi

Unser Gelände in Rehfelde-Dorf wird durch die Solawi “Rehfelder Waldgemüse” gemeinschaftlich betrieben.
Solidarische Landwirtschaft bedeutet das Teilen der Ernte von Gemüse und später auch Baumfrüchten, Pilzen und Beeren unter allen Mitgliedern. Die Solawi umfasst alle Menschen, die im Waldgartenpilot aktiv für den Anbau von Nahrungsmitteln mitarbeiten. Die Gemüsegärtnerei 'Gemüslichkeit' ist ebenso Teil davon wie die später aufzubauende Pilzzucht und die Betreuung der Obstbaumlebensgemeinschaften, welche Beeren, Obst und Kräuter erbringen.
Alle Mitglieder tragen durch einen finanziellen Beitrag zur Kostendeckung bei. Zusätzlich gibt es in unregelmäßigen Abständen Arbeitseinsätze auf unseren Flächen. Dabei wird beim Aufbau des vielfältigen Waldgartens geholfen. Gleichzeitig entsteht ein Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern der Solawi und den Gärtner*innen. Alle Vorgänge und Finanzen sind transparent und einsehbar.

Versuch's mal mit Gemüslichkeit

Ab April ‘21 wird unser Gärtner Levin in der Solawi professionell Biogemüse anbauen. Die von ihm geleitete Gärtnerei "Gemüslichkeit" wird 30 Haushalte von Juni bis November mit frischem, saisonalem und vielfältigem Gemüse versorgen. Die Abholstationen befinden sich zunächst in Rehfelde, in den Prinzessinnengärten Neukölln und in Kreuzberg 36.

Wenn auch Du jede Woche eine leckere, bunte Gemüslichkeits-Kiste bekommen möchtest, laden wir Dich ein, Solawimitglied bei “Rehfelder Waldgemüse” zu werden (siehe unten für Kontaktdaten).

Selbst anbauen im Experimentiergarten

Für die Gartensaison 2021 öffnen wir die Hälfte unseres Ackers für Menschen, die Lust haben, ihr Gemüse selbst anzubauen. Für uns sind diese Flächen Experimentiergärten: jeder von uns wird ein wenig anders gärtnern und wirtschaften und wir werden sehen, wie die Pflanzengemeinschaften am besten funktionieren.

Für dich ist die Fläche ein “Mitmach-Garten”, so wie du ihn vielleicht von anderen Bauerngärten her kennst. Als Ausgleich für deine Mitarbeit darfst du dann all das Gemüse, welches auf der von dir betreuten Parzelle wächst, behalten. Wir vergeben 40qm-Parzellen für einen Unkostenbeitrag von 70 Euro pro Saison. Damit kannst du dich und deine Lieben dieses Jahr mit selbstangebautem Gemüse versorgen.

Die bereitgestellte Infrastruktur ist für alle gleich: es gibt Wasser, einen Abstellplatz für Gartengeräte und den Ackerboden.

Für das Gärtnern im Waldgarten gelten folgende Regeln:

  • Du wirtschaftest biodiversitätserhöhend, humusaufbauend, ohne chemische Dünge- und Spritzmittel und dokumentierst die Erträge.
  • Deinen gemüsebaulichen Experimenten sind ansonsten nur Grenzen gesetzt, falls du eine invasive Art einbringst oder etwas machst, was illegal ist oder man nachher nicht oder nur schwer rückgängig machen kann.
  • Zum nachhaltigen Gärtnern gehört auch die soziale Ebene: wir bemühen uns um freundlichen, gleichberechtigten angenehmen Umgang. Rassismus und Sexismus haben keinen Platz in unserem Garten.

Waldgarten

Ein Waldgarten ist ein mehrschichtiger Anbaubereich, der, nach Art eines Waldrandes gestaltet, eine große Vielzahl an essbaren und nützlichen Pflanzen beherbergt. Bei Pflanzen und Tieren wird eine hohe Biodiversität angestrebt, denn "alles gärtnert mit", also auch Bienen, Insekten, Kröten und Vögel. Es entsteht ein stabiles Biotop, in dem ohne chemische Dünge- und Spritzmittel in den nächsten 120 Jahren gesunde Nahrungsmittel erzeugt werden. Und das in Harmonie mit der Natur.

Getragen wird das Waldgartenprojekt vom Sarsarale e.V. Wir wollen Praxiserkenntnisse aus dem Senegal und aus den weltweit bestehenden Waldgärten in unserer unmittelbaren Umgebung umsetzen.
Außerdem möchten wir Hindernisse aus dem Weg räumen, die andere davon abhalten, selbst auch Waldgärten anzulegen. Dafür planen, bauen und forschen wir!

Miteinander Lernen

Welche Unterstützung ist für das Gelingen des Projektes unerlässlich (gewesen)?

Die breite Unterstützung von privater Seite, die wir bisher erfahren haben und weiterhin erfahren.
Da wir seit 1,5 Jahren komplett ehrenamtlich an der Umsetzung arbeiten, ist diese Unterstützung von außen eminent wichtig. Wir stecken alles Geld in den Aufbau des Projektes!

Wir freuen uns sehr über die Unterstützung vor Ort, von Mithelfenden, von Nachbarn, der Gemeinde... das sind immer wieder Lichtblicke, die den mitunter schwierigen Umgang mit alten Strukturen erträglicher machen.
Danke an all die vielen Menschen, die mit (z.T. großen, z.T. aber auch ganz kleinen) Beiträgen mithelfen, diese Initiative umzusetzen... für uns alle, für unsere Kinder und Enkelkinder!

Ist Austausch und / oder Unterstützung erwünscht?

Ja.

Kontakt

Organisation: Sarsarale e.V.

Name der Ansprechperson: Ramos

Website: www.waldgartenprojekt.de , www.sarsarale.org

E-mail (bei Interesse zum Selbstanbau): selbstanbau@waldgartenprojekt.de

E-mail: waldgarten@waldgartenprojekt.de

 

Diese Projektvorstellung steht unter der folgenden Lizenz:

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