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BLUE 21 e.V. - Projekt foodjustice

Obwohl die Supermarktregale sich unter vielen Sorten Limos oder Chips biegen, wird weltweit Ernährung immer eintöniger. Das Bildungsprojekt foodjustice beschäftigt sich damit, warum das so ist, welche Folgen es hat und welche Alternativen es gibt.

© Dinah Stratenwerth

Wer, Was, wann?

Das Bildungsprojekt foodjustice gibt es seit 2014. Thema des Projekts ist der globale Ernährungswandel, seine Gründe und Folgen. Dazu arbeiten wir mit Schüler_innen ab der Klassenstufe 7.

Hintergrund und Ziele

Die Ernährungsgewohnheiten ändern sich weltweit. Besonders schnell geschieht dies im Globalen Süden: innerhalb von drei Jahrzehnten ist der Konsum traditioneller Feldfrüchte zu Gunsten importierter Güter und verarbeiteter Lebensmittel zurückgegangen. In Mexiko z.B. essen die Menschen immer weniger Bohnen, trinken mehr Softdrinks und kaufen Fertiggerichte. Fast drei Viertel der Bevölkerung ist übergewichtig, das Land hat eine der höchsten Diabetesraten der Welt. Ein ähnliches Bild zeigt sich in vielen afrikanischen und asiatischen Ländern. Die industrialisierte Herstellung und Vermarktung von Nahrung und die damit verbundenen Marketingstrategien großer Unternehmen sind ein Grund für den Ernährungswandel. Regierungen steuern mit Maßnahmen wie Steuern und Werbeverboten gegen. Doch wie kann ein alternatives Ernährungssystem aussehen?

Wir arbeiten zu dem Thema mit verschiedenen Materialien und Methoden. So erfahren Schüler*innen, welche Unternehmen den weltweiten Lebensmittelmarkt beherrschen, sie schlüpfen im Planspiel in die Rollen der Akteure, sie analysieren Werbespots und erstellen eigene, absurde Werbung. Wir besuchen mit ihnen Orte des Wandels in Berlin, um zu sehen, wie Alternativen zum vorherrschenden Ernährungssystem aussehen können.

Unser wichtigstes Ziel dabei ist, dass die Schüler*innen sich eine eigene Meinung bilden, miteinander und mit uns diskutieren und dass sie eigene Ideen für die weltweite Ernährung der Zukunft entwickeln.

Schwerpunkt unseres aktuellen Projekts ist die Ernährung in den Städten weltweit. Sind sie Laboratorien für den Wandel oder verstärken sie Probleme wie Krankheiten, Umweltschäden und soziale Ungleichheit zusätzlich?

Austausch und Unterstützung

Wir freuen uns über Schulen, die mit uns zusammenarbeiten. Wir bieten Workshops, Projekttage und Projektwochen. Ein besonderes Format sind unsere Theater- und Trickfilmprojektwochen. Dabei entwickeln die Schüler*innen Theaterszenen bzw. drehen Trickfilme.

Außerdem bieten wir Veranstaltungen und Theaterworkshops für Aktivisti_innen und alle, die das Thema interessiert! Wir arbeiten mit den Methoden des Theaters der Unterdrückten von Augusto Boal. Für diese Veranstaltungen sind wir auch immer an Kooperationen interessiert.

Und schließlich freuen wir uns, wenn Menschen uns mit einer Spende unterstützen können!

Kontakt

Webseite: www.foodjustice.de

Mailkontakt: stratenwerth(at)blue21.de

facebook: https://www.facebook.com/dieganzeweltsollgutessen/

twitter @Foodjustice2

Youtube: BLUE 21 Foodjustice

 

Diese Projektvorstellung steht unter der folgenden CC Lizenz: BY-NC-ND

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Bildung
Übergreifend

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