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Bodenschätze

Eine Kooperation der Universität Hohenheim mit dem Bioland Gemüsehof Hörz, um krummem Gemüse eine zweite Chance zu geben.

Gemüse vor bedruckten Papiertüten

Bodenschätze, © Uni Hohenheim

Wer, was und wann

Das Projekt „Bodenschätze“ wurde im Dezember 2017 initiiert. Mitwirkende sind die Humboldt reloaded-Projektbetreuer, Bioland Gemüsehof Hörz und die Hochschulgruppen Greening und FRESH.

Hintergrund und Ziele

Krummes Gemüse – ab in die Tonne? Nicht an der Universität Hohenheim!
35 % der Bio-Gemüseproduktion verbleibt auf dem Feld, wird also nicht geerntet, obwohl es für den Verzehr geeignet ist - warum? Weil das Gemüse die ein oder andere kleine Macke hat. Den Hohenheimern machen diese Macken nichts aus – sie wollen das Gemüse mit Macke auf dem Campus. Dies ergab eine campusweite Umfrage bei der über 1.000 Studierende teilgenommen haben. Daher gibt es nun einmal wöchentlich in bestimmten Zeiträumen während des Semesters das Gemüse mit Macke.
Hier hat es sich ein studentisches Forschungsprojekt zur Aufgabe gemacht, eine Tüte mit zweiter Wahl Bio-Gemüse ins Leben zu rufen: Die ‚Bodenschätze“.

Das erfolgreiche Projekt schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe:
Der Gemüsehof Hörz kann Lebensmittelverluste minimieren, indem Gemüse, dass nicht den Normen des Handels entspricht, trotzdem vermarktet wird. Das optisch „mangelhafte“, aber trotzdem knackige und gesunde Gemüse wird nicht einfach verschwendet. Und Studierende der Universität Hohenheim haben so die Möglichkeit, mehr saisonales, regionales und ökologisches Gemüse für einen fairen Preis zu bekommen. Und das Konzept kommt an: Mittlerweile erfreut sich die Bodenschätze-Tüte an einer großen Fangemeinde, und auch die Bestellung ist simpel: Die Mitarbeiter/innen und Studierenden bestellen einfach eine Woche vorher bis donnerstags online ihre Bodenschätze und können sie dann dienstags an der Uni abholen. Der Inhalt ist stets eine kleine Überraschung und hängt davon ab, welches Gemüse gerade Saison hat – und wie hoch die Ernte ausfällt. Fazit: Die Bodenschätze-Tüte ist gut für die Bauern, gut für die Studierenden - und gut für den CO2-Fußabdruck.

Miteinander Lernen

Was waren die größten Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Projektes und wie seid Ihr damit umgegangen?

Alle rechtlichen Vorgaben zu beachten. Einen Ort für die Ausgabe der Bodenschätze zu finden, der zentral und im Sommer kühl genug ist. Werbung zu machen, die viele erreicht.

Welche Unterstützung ist für das Gelingen des Projektes unerlässlich (gewesen)?

Da das Projekt im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte umgesetzt wurde, war eine wissenschaftlich fundierte Herangehensweise gewährleistet. Das hat viele Vorteile gebracht. Durch eine Marktanalyse für den Campus, Umfragen, eine große Eröffnungsveranstaltung mit Podiumsdiskussion und Schnippeldisko gelang eine umfassende Bekanntheit des Projekts vor Beginn der ersten Bodenschätze-Lieferung.
Ohne die Kooperation aus forschenden Studierenden, dem ehrenamtlichen Engagement der Hochschulgruppen, die Koordination der Betreuer/innen und die Bereitwilligkeit des Bioland Gemüsehofs Hörz wäre die Umsetzung sicherlich nicht so erfolgreich gewesen.

Was würdet Ihr anders machen, wenn Ihr noch einmal von vorne anfangen würdet?

Auseinandersetzung mit Markenrechten, Bestimmung von festen Verantwortlichen

Wie könnten Forschende Euer Vorhaben unterstützen? Welche Fragen sind bisher unbeantwortet geblieben?

Bestellen der Bodenschätze als HohenheimerIn. Ansonsten freuen wir uns, wenn das Projekt NachahmerInnen findet.

Kontakt

Name der Ansprechperson: Vanessa-Emily Schoch und Evelyn Reinmuth sowie über den Kontakt der studentischen Gruppen Greening und FRESH

Organisation: Universität Hohenheim

Website: https://humboldt-reloaded.uni-hohenheim.de/bodenschaetze

Adresse: Schloss Hohenheim 1, 70599 Stuttgart

E-mail: vanessa.schoch(at)uni-hohenheim.de, Evelyn_Reinmuth(at)uni-hohenheim.degreening(at)uni-hohenheim.defresh.hohenheim(at)yahoo.de

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Fragen, Antworten und Ergänzungen

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