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Für mehr Agroforstwirtschaft in Deutschland!

Der DeFAF ist aus einem Zusammenschluss agroforstlich interessierter Akteure aus Praxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung entstanden, die von den Potentialen der Agroforstwirtschaft überzeugt sind.

Teilnehmer*innen der Gründungsveranstaltung Ⓒ DeFAF

Wer, was und wann

Am 25. Juni 2019 gründete sich unter reger Beteiligung der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) in Berlin. Etwa 100 Personen hatten sich zu der Gründungsveranstaltung des Verbandes der seinen Sitz in Cottbus haben wird, eingefunden, von denen über 80 Teilnehmer schließlich den Gründungsakt vollzogen. Neben dem fünfköpfigen Vorstand mit Christian Böhm von der BTU Cottbus als Vorsitzenden wurden auf der Versammlung ebenso Stellvertreter für insgesamt neun Fachbereiche gewählt, die die zukünftige Arbeit des Fachverbandes aktiv gestalten werden.

Hintergrund und Ziele

Agroforstwirtschaft ist derzeit in aller Munde und die vielfältigen Vorteile, die sie für die Landwirtschaft birgt, werden rege diskutiert. Der DeFAF ist aus einem Zusammenschluss agroforstlich interessierter Akteure aus Praxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung entstanden, die von den Potentialen der Agroforstwirtschaft überzeugt sind. Der große Zulauf bei der Gründungsversammlung hat gezeigt, wie aktuell das Thema ist. Dennoch kommt die Agroforstwirtschaft in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern nur langsam voran. Aus diesem Grund möchte der DeFAF in Zukunft die Anlage, Bewirtschaftung, Verbreitung und Förderung von Agroforstsystemen in Deutschland vorantreiben. Der Verband hat sich das Ziel gesetzt, die verschiedenen Akteure aus Praxis, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammenzubringen, das Bewusstsein für die Vorteile von Agroforstwirtschaft zu schärfen und so Skepsis und Hemmnisse langfristig abzubauen.

Mit der Gründung des DeFAF ist ein wichtiger Schritt getan, um der Agroforstwirtschaft in Deutschland eine Stimme zu geben und ihre Anwendung zu fördern. Nun heißt es aber, die Arbeit des DeFAF aktiv in Gang zu bringen und zu gestalten. Dafür werden sich der Verband und vor allem die einzelnen Fachbereiche in den nächsten Monaten Prioritäten setzen und Arbeitsschwerpunkte erarbeiten müssen. Fünf der Fachbereiche sind fachlich orientiert und werden sich mit den Themen Forschung und Entwicklung, Bewirtschaftung und Ökonomie, Planung und Beratung, Technik und Dienstleistungen sowie Recht und Verwaltung befassen. Um die Agroforstwirtschaft stärker in land- und forstwirtschaftliche Ausbildungen zu thematisieren, ist ein Fachbereich speziell für Aus- und Fortbildung vorgesehen. Passend dazu hat sich auch der Fachbereich Junger Verband etabliert. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird von einem eigenen Fachbereich abgedeckt, der fachlich übergreifend in enger Abstimmung mit den anderen Fachbereichen arbeiten wird. Schließlich gibt es noch einen internationalen Fachbereich, der unter anderem die Zusammenarbeit mit der bestehenden Europäischen Agroforstvereinigung (EURAF) absichert.

Austausch und Unterstützung

Es gilt nun auch, den DeFAF als Verband und damit als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Agroforstwirtschaft weiter bekannt zu machen. Das soll z.B. durch die Gestaltung einer geeigneten Internetpräsenz, die aktive Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen wie dem diesjährigen Agroforstforum in Freising im Oktober sowie dem Aufbau von Kooperationen mit potenziellen Landwirten und Projektträgern geschehen.

Kontakt

Wenn Sie mehr über den DeFAF und Agroforstwirtschaft in Deutschland erfahren möchten oder sich sogar aktiv beteiligen möchten, finden Sie unter www.defaf.de weitere Informationen.

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