Logo

Kulturland-Genossenschaft

Die Kulturland-Genossenschaft ist eine Gemeinschaft von Bauern und Bürgerinnen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, landwirtschaftliche Flächen aus der Spekulation zu befreien.

Felder

CC0 von Pexels auf pixabay.com (Auswahl der Redaktion)

Wer, was und wann

Die Kulturland-Genossenschaft gibt es seit 2014. Mitwirkende sind Dr. Titus Bahner, Stephan Illi, Thomas Rippel, Matthias Zaiser, die Stiftung Aktion Kulturland Hamburg, das Netzwerk Flächensicherung, das Netzwerk Access to Land, das Forschungsprojekt RURALIZATION, das Bündnis junge Landwirtschaft sowie die Initiativen „Wir haben es satt!“ und „Rettet unsere Böden!“.

Hintergrund und Ziele

Die Kulturland-Genossenschaft ist eine Gemeinschaft von Bauern und Bürgerinnen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, landwirtschaftliche Flächen aus der Spekulation zu befreien. Gemeinsam ermöglichen wir den Kauf von Land für ökologisch wirtschaftende Höfe, die sich darüber hinaus aktiv in ihre Region einbinden. Hierfür haben wir eine neue Eigentumsform erfunden: Verantwortungseigentum an landwirtschaftlichem Grund und Boden, eine Art moderne „Allmende“.

Wenn ein Biobauer den Kauf eines Hektars Land innerhalb einer Generation aus den Erträgen des Landes abzahlen will, dann darf die Fläche höchstens ca. 8.000 € kosten. Die Bodenpreise in Westdeutschland und zunehmend auch in den ostdeutschen Bundesländern liegen im Schnitt jedoch 2,5 bis 3 Mal so hoch, denn Landwirtschaftsflächen werden als Geldanlage gehandelt. Wir finden, die Fruchtbarkeit von Grund und Boden sollte kein Geldanlageobjekt mit entsprechender Rendite sein, sondern gepflegt und für künftige Generationen erhalten werden. Daher organisieren wir gemeinschaftliches Bodeneigentum: eine "neue Allmende".

Die Flächen stellen wir Bauernhöfen langfristig zu günstigen Konditionen zur Verfügung. Wir unterstützen damit regional eingebundene Biohöfe, die direkt vermarkten, den Hof öffnen, Naturschutzmaßnahmen durchführen, betreute Menschen integrieren oder pädagogisch mit Schulklassen arbeiten.

2000 qm für jede/n

Auf jede/n Bundesbürger/in, groß und klein, kommen 2.000 qm Landwirtschaftsfläche. Also auch auf Sie, Ihre Kinder und jeden Ihrer Freunde! Wäre es nicht schön zu wissen, was dort passiert, wer das Land bewirtschaftet, wie damit umgegangen wird?

Leider wird Agrarland immer häufiger industriell bewirtschaftet und mit Monokulturen bestellt. Die interaktive Webseite www.2000m².eu der Zukunftsstiftung Landwirtschaft zeigt anschaulich, wie „meine“ Fläche heute bewirtschaftet wird – und wie sie bewirtschaftet werden könnte. Die Förderung von Biogasanlagen führt zu einer gewaltigen Nachfrage nach Mais und lässt die Boden- und Pachtpreise steigen. Für regional orientierte Biobauern wird es immer schwerer, ihre Wirtschaftsflächen zu sichern. Intensivbetriebe mit Massentierhaltung, Biogas oder großflächigem Anbau können mehr zahlen und übernehmen die Flächen. Äcker, Grünland und Wald gelten zudem seit der Finanzkrise als sichere Geldanlage: Immer mehr außerlandwirtschaftliche Investoren setzen auf Grund und Boden.

Die Kulturland-Genossenschaft bietet die Möglichkeit, für Ihre 2000 qm – oder weniger, oder mehr – reale Verantwortung zu übernehmen.

Miteinander Lernen

Welche Unterstützung ist für das Gelingen des Projektes unerlässlich (gewesen)?

Fördergelder und ehrenamtliches Engagement

Was würdet Ihr anders machen, wenn Ihr noch einmal von vorne anfangen würdet?

Eigentlich war alles ganz gut so.

Kontakt

Organisation: Kulturland-Genossenschaft

Ansprechperson: Thomas Rippel

Website: www.kulturland.de

Adresse: Hauptstr. 19, 29456 Hitzacker

E-Mail: thomas.rippel(at)kulturland.de

Telefon: +49 157 78824334

 

Diese Projektvorstellung steht unter der folgenden CC Lizenz: BY-NC-ND

Project
Plant cultivation / seeds
Production
Animal welfare
Land / Soil
Civil society approaches / food councils
Entrepreneurial approaches

Fragen, Antworten und Ergänzungen

anmelden und Kommentare hinzufügen.